Was ist Wasserball?

Wasserball (engl. „water polo“, manchmal auch „waterpolo“) ist ein dem Handball und Rugby ähnliches Ballspiel im Wasser, bei dem die Spieler zweier Mannschaften versuchen, durch geschicktes Abspielen und Freischwimmen den Ball in das gegnerische Tor zu werfen. Ziel des Spieles ist es, mehr Tore als die gegnerische Mannschaft zu erzielen. Die Mannschaft mit den meisten anerkannten Toren wird als Sieger betrachtet.

Wasserball gilt als Teildisziplin des Schwimmsports, so dass der Weltschwimmverband FINA der internationale Dachverband der Sportart Wasserball ist.

Eine Mannschaft besteht aus maximal 13 Spielern (bei einigen Turnieren bis zu 15 Spieler) von denen sieben spielen. Es gibt einen Torhüter und sechs Feldspieler.

Quelle: Wikipedia

Wichtige Regeln

  • Der Ball darf mit jedem Körperteil berührt werden. Zum Beispiel mit dem Kopf, den Schultern oder den Füßen. Dabei dürfen die Feldspieler den Ball immer nur mit einer der beiden Hände oder Arme berühren. Nur der Torhüter darf den Ball innerhalb seines Fünf-Meter-Raums mit beiden Händen anfassen. Allerdings ist es verboten den Ball mit der Faust zu spielen - egal in welcher Situation. Der Torhüter darf hingegen die Fäuste für Paraden verwenden.
  • Das Behindern eines gegnerischen Spielers, der nicht im Ballbesitz ist, wird als Foul mit einem Freiwurf geahndet, bei Halten, Tauchen und Zurückziehen des Gegners, wenn der den Ball nicht hält, gibt es eine Herausstellung (20 Sekunden). Dies gilt nicht, wenn der gegnerische Spieler während der Attacke noch im Ballbesitz ist. Drei solcher persönlichen Fehler, und der Spieler wird vom Rest des Spiels ausgeschlossen.
  • Ein Tor kann nur dann erzielt werden, wenn der Ball zuvor von zwei Spielern gespielt (absichtlich berührt) wurde. Ausnahmen sind der Strafwurf und ein Freiwurf, der jenseits der Fünf-Meter-Linie vor dem Tor ohne Verzögerung ausgeführt wird.
  • Für schwere Regelverstöße im Fünf-Meter-Raum wird für die gegnerische Mannschaft ein Strafwurf gegeben.
  • Feldspieler können beliebig gewechselt werden. Wenn der Wechsel entweder nach einem Tor, dem Pausenpfiff oder während einer Auszeit erfolgt, so muss der auszuwechselnde Spieler einfach das Wasser verlassen und der Wechselspieler springt ins Wasser. Im laufenden Spiel müssen die auszuwechselnden Spieler in ihren Wiedereintrittsraum an der eigenen Torauslinie schwimmen und dort durch einen anderen Spieler ersetzt werden. Dieser Wechselraum ist Rot markiert.
  • Nach einem erfolgreichen Torwurf formieren sich beide Mannschaften neu in ihren eigenen Spielfeldhälften. Das Spiel wird nach dem Wiederanpfiff des Schiedsrichters weitergeführt. Dabei wird der Ball meist vom Anstoßpunkt auf der Mittellinie von einem Feldspieler der Mannschaft, gegen die das Tor erzielt wurde, abgespielt, neuerdings aber auch immer öfter aus den hinteren Reihen.

Quelle: Wikipedia

Spielerpositionen beim Wasserball

Im modernen Wasserballspiel haben sich die Taktiken so weit entwickelt, dass sich bestimmte „Spielerpositionen“ definieren lassen. Diese sind außer beim Torwart jedoch nicht ausschließlich an einen so benannten Spieler gebunden, vielmehr müssen vor allem die Abwehr- und Mittelfeldspieler je nach Spielverlauf von der einen auf die andere „Position“ wechseln.

  • Der Torhüter muss stets in seiner eigenen Spielfeldhälfte bleiben. Er ist der einzige, der im 5-Meter-Raum den Ball mit beiden Händen spielen und sich auch ohne Ball im 2 m Raum aufhalten darf. Häufig beginnen Angriffe von seiner Position aus.
  • Der Center einer Mannschaft steht beim Angriff auf der gegnerischen 2-Meter-Linie möglichst mittig vor dem Tor. Er versucht den Ball entweder selbst ins Tor zu schießen oder spielt ihn so ab, dass ein Mitspieler zum Torwurf kommen kann. Wobei das Verteilen des Balles an seine Mitspieler seine Hauptaufgabe ist. Normalerweise ist der Center der Einzige während eines Angriffs, der auch die Sicht nach hinten hat, da er mit dem Rücken zum gegnerischen Tor liegt. Somit kann er seine Zuspiele zu einem freien, also ungedeckten, Mitspieler geben. Meist entstehen dabei harte Zweikämpfe mit dem Centerverteidiger.
  • Der Centerverteidiger versucht im Verteidigungsfall stets durch geschicktes Decken des gegnerischen Centers den Ball zu erlangen. Diese Position wird meist von einem großen starken Spieler übernommen. Durch die Zweikämpfe bekommt diese Position die meisten Hinausstellungen. Allerdings honorieren die Schiedsrichter immer eine saubere Abwehrleistung. Oftmals ist es auch so, dass der Centerverteidiger den Center zu einem Stürmerfaul zwingen kann. Aufgrund der Hinausstellungen wird diese Position oft zwischen den Spielern gewechselt, um nicht in einem Spiel drei persönliche Fehler anzusammeln und sich damit die endgültige Hinausstellung für den Rest des Spieles (mit Ersatz) einzuhandeln. Im Angriff (bei Gleichzahl) steht der Centerverteidiger mit dem Gesicht Richtung Tor hinten in der Mitte und fungiert als Ballverteiler.
  • Auf Außen spielen meist schnellere Spieler die im Normalfall auch zum Beginn eins Viertels anschwimmen. Bei einem Konter drehen sich die außenspieler als erstes um, um den Ball vom Torwart anzunehemen und weiterzupassen. Durch V-förmiges auseinenderschwimmen ziehen sie das Spielfeld in die Breite. Die zwei Außenspieler (rechts und links) haben die längste Schwimmstrecke, da sie die ganze Feldlänge schwimmen müssen um ihre Angriffs- bzw. Verteidigungsposition einzunehemn.
  • Auf Halb spielen noch zwei Spieler jeweils auf beiden Seiten zwischen den Außenspielern und Centern/Centerverteidigern. Sie dienen sowohl als Distanzschützen als auch als Ballverteiler im Angriff.